Kunststoffe

Kunststoff ist in unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Man findet ihn unter anderem in Klebstoffen, Lacken, Kosmetika, Reifen, Rohren, Fasern, Polsterungen und Wärmeisolierungen sowie in Armaturenbrettern, Formteilen, Bodenbelägen, Isolierungen, Leiterplatten, Gehäusen und Benzintanks wieder.
Die sechs am häufigsten verwendeten Kunststoffe sind:
Polyethylen (PE), welches sich aufgrund seiner filmbildenden Eigenschaften hauptsächlich für Verpackungsfolien eignet. Außerdem ist es sehr stabil und bruchfest, bietet eine sichere Verschweißbarkeit, und wird daher viel für die Herstellung von z.B. Getränkekästen, Spielwaren, Vorratsdosen und Eimern genutzt.
Polypropylen (PP), welches sehr hart und belastbar ist, eignet sich unter anderem für die Herstellung von Thermoformteilen, Halbzeugen, Brillenetuis, Gaspedalen und Toilettendeckeln.
Polyvinylchlorid (PVC) ist hart, spröde und beständig gegenüber aggressiven Säuren. Daher wird es für die Herstellung von Bedarf für die Bauwirtschaft wie z.B. Abwasserrohren und Bodenbelägen eingesetzt.
Polystyrol (PS), auch bekannt als Styropor, ist feuchtigkeitsabweisend und wird daher häufig für die Herstellung von Verpackungsmaterialen und Dämmstoffen genutzt.
Polyurethan (PUR) wird aufgrund seiner sehr elastischen und weichen Eigenschaften gerne für Textilien und Matratzen verwendet.
Polyethylenterephthalat (PET) werden unter anderem für die Herstellung von Plastikflaschen, Formmassen, Hohlkörpern, Implantaten und Computern verwendet. Der Kunststoff ist sehr hart und somit auch sehr steif.
Ein Kunststoff ist ein Festkörper. Die Grundbestandteile sind synthetisch erzeugt Polymere mit organischen Gruppen. Kunststoffe gehören somit zu den polymeren (makromolekularen) Stoffen.
Es gibt drei Verfahren mit denen man den gewünschten Kunststoff herstellen kann: Polymerisation (aneinanderreihen von kleinen Molekülen zu einem großen, wird verwendet für PS, PP, PE), Polykondensation (zusammenfügen mehrerer Ausgangsstoffe zu einem Molekül) und Polyaddition (zusammenfügen unterschiedlicher Ausgangsstoffe durch Wanderung von Wasserstoffatomen zu einem Molekül, wird unter anderem verwendet für PUR).
Ein fertiges Produkt aus Kunststoff besteht aus langen, ineinander verschlungenen Molekülketten, den Polymeren.